Der Sinn aller spirituellen Übungen

Alle Heiligen Schriften, ob die Bhagavad Gita der Hinduisten, das Tao te king von Lao Tze, die buddhistischen Lehren, die Kaballah oder die Bibel, zielen in ihrer Essenz nur auf eine Sache ab:

Den Menschen von seinem Leiden zu befreien.

Um dort hinzukommen ist es notwendig, den Menschen in ein neues Bewusstseins-Level anzuheben. Ein HEILIGES UPGRADE.

Alle spirituellen Übungen haben nur diesen einen Sinn: Den Menschen aus dem Verstand zu holen und ihn das Eins-Sein mit allem Leben erfahren zu lassen. Das ist das heilige Urpgrade.

In diesem Zustand gibt es kein Leid. Stattdessen ist der Kanal für wahres Glück geöffnet.

Yoga bringt dich in den Körper und holt dich aus dem Verstand.
Meditation und Kontemplation beruhigen den Geist und schaffen Abstand zu den Gedanken. Atemübungen führen in holotrope Zustände jenseits des Verstandes. Dankbarkeitsübungen und bedingungsloses Schenken verbinden uns mit dem Herzen. Gebete schaffen Vertrauen, machen das Herz weit und verändern so unser Mind- & Heartset.

Doch DIE SPIRITUELLSTE ÜBUNG ÜBERHAUPT
ist sich in dieser Welt verletzlich zu zeigen und alle Masken abzunehmen.

Wer trägt Masken?
Das KLEINE ICH in uns, das Ego. Es ist der Verstand der um sein Überleben kämpft und uns Gedanken einpflanzt, die uns vor Veränderung bewahren wollen.

Sich verletzlich zu zeigen ist der einzige Weg um die Masken abzulegen und wieder zum GROßEN ICH, der Seele, dem Selbst zu gelangen.

Denn nur das große ich kann den Seins-Zustand der Liebe und das Eins-sein mit Allem erfahren. Nur das große ich kann den Himmel erfahren, denn es weiß, dass es Teil von ihm ist. Das kleine ich lebt im Bewusstsein der Trennung und denkt der Himmel wäre etwas außerhalb von ihm. Da die Götter aber, als sie den Menschen schufen, die gewitzte Idee hatten, den Himmel in ihm zu verstecken, wird das kleine Ich, das nur im Außen suchen kann, ihn niemals finden.

Verletzt wird immer nur das kleine Ich, nie die Seele.

So ist es die Paradoxie, dass wir erst einen Tod sterben müssen, (den Tod des kleinen ich’s) um wahrhaft zu leben. Das Ego muss verlischen, um eins mit allem zu sein. Und das immer und immer wieder, bis nichts mehr übrig bleibt, außer das, was wir wirklich sind.
Wir müssen uns wohl selbst um den Verstand bringen.

P.S.: Der nötigste Empfänger dieses Textes bin ich gerade selbst. Ich bin mal wieder bereit zu sterben um wahrhaft zu leben.

Aho, meine Liebe, mein Lieber. Ich wünsche dir viele Momente des Vertrauens und Genusses, in denen du deinen Verstand als das benutzen kannst, was er ist: Als Werkzeug und Diener deines Herzens. Du (großes ich) bist der Herr in deinem Haus.

Dein Marian.