Seelisch-Geistigie Ursachen der Schuppenflechte

Von der Schuppenflechte oder Psoriasis sind weltweit über 125 Millionen Menschen betroffen, 2 Millionen sind es in Deutschland. Ich selbst hatte Schuppenflechte an den Fingerknöcheln der rechten Hand, die immer stärker wurde, je mehr psychischen Stress ich hatte, also den negativen Distress. Heute ist das Symptom komplett verheilt und trat das letzte mal vor ca. 3 Jahren auf, als ich die geistigen Ursachen noch nicht kannte. Ich will heute mit dir teilen, was mir geholfen hat.

Kurz zum Erscheinungsbild der Schuppenflechte

Bekannt ist das Krankheitsbild schon aus Aufzeichnungen von Hippokrates (460 v. Chr.), doch für die westliche Medizin ist sie noch recht jung. Der österreichische Arzt Ferdinand von Hebra grenzte die Schuppelflechte von der Lepra erstmals 1860 ab.

Die Schuppenflechte äußert sich in scheiben- bis flächenförmigen, entzündlichen Krankheitsherden, die mit silbrig-weißen Schuppen bedeckt sind. Die Bereiche können sich häufig zu offenen Wunden entwickeln. Bevor wir jedoch in die geistigen Ursachen der Schuppenflechte hineintauchen, muss ich verständnishalber wichtige Worte zum Gesamtorgan Haut verlieren.

Die Haut

.. erfüllt als größtes Organ des Menschen vielfältige Funktionen, von denen ich die wichtigsten aufliste:

  1. Abgrenzung und Schutz
  2. Berührung und Kontakt
  3. Ausdruck und Darstellung
  4. Sexualorgan
  5. Atmung
  6. Ausscheidung (Schweiß)
  7. Wärmeregulation

All diese Funktionen schwingen zwischen den beiden Polen Abgrenzung und Kontakt. Und das zeigt, welche Bedeutung die Haut für uns als Menschen hat, sie ist der Übergang zwischen Materie und dem Seelisch-Geistigen. Die Haut ist unsere materielle Grenze, gleichzeitig unser Kontakt nach Außen, mit ihr berühren wir unsere Umwelt.

Doch die Haut ist auch der Spiegel unseres inneren Befindens, unseres So-Seins. Beginnend mit den Organen, deren Befinden sich über die Haut äußert. Gleichzeitig wird jeder Reiz eines bestimmten Hautareals auf ein Organ weitergeleitet. Auf diesem Zusammenhang bauen sich die Reflexzonentherapien, die Akupunktur, das Schröpfen und weitere Methoden auf. Doch nicht nur die Organe, sonder auch die psychischen Zustände zeigen sich über die Haut.

Die geistigen Ursachen

Allem Sichtbaren (Körper, Materie) liegt ein unsichtbares Muster (geistig, seelisch) zu Grunde. Das Sichbare ist ein Gleichnis des Unsichtbaren.

Das Spielfeld des Unsichbaren, ist das Bewusstsein. Das Spielfeld des Sichtbaren, ist unser Körper. Wenn wir ein unsichbares Muster nicht erkennen können, dann wandert es in den sichtbaren Bereich, damit uns das Erkennen leichter fällt. Wir nennen es, somatisiert im Körper angekommen, ein Symptom. Und entsetzt stellen wir fest, wenn sich auf unserer Haut ein Ausschlag bildet. Das Symptom will gesehen werden.

Das körperliche ist ein Weckruf, um in die Sphären des Bewusstseins vorzudringen und die geistige Ursachen zu erkennen. Denn dort hat das Muster begonnen, dem das „Übel“ zu Grunde liegt. Um das unsichtabre zu erkennen, müssen wir das sichtbare Spielfeld verlassen und beginnen ins uns hinein zu blicken.

Nun machen wir in der westlichen Kultur gewachsenen Menschen das nicht so häufig und wissen nicht was und wir wir das machen sollen. Eine Meditation oder geführte Seelenreise durch eine professionelle Leitung kann sehr hilfreich sein. Aber wir können uns auch selbst helfen, in dem wir versuchen die Zeichen zu deuten, die uns über die Haut gegeben werden. Es ist einfacher, als du vielleicht denkst.

Seelenbilder der Haut

Über die Haut zeigen sich viele Seelenbilder, also psychische Muster. Denn Psyche bedeutet ja nichts anderes als Seele. Und die Seele ist die Gesamtheit unseres Fühlens, Denkens und Empfindens, also alles persönliche. Zum Beispiel:

  • werden wir rot vor Scham
  • blaß vor Schreck
  • schwitzen vor Angst und Aufregung
  • die Haare sträuben sich vor entsetzen oder
  • wir bekommen Gänsehaut

Es lässt sich zusammenfassen: Die Haut zeigt uns im Außen, wie es uns innen geht.

Manchmal wollen wir Menschen aber gar nicht, dass jeder von Außen so einfach erkennen kann, wie wir uns gerade tief im Innern fühlen. So kommt der Mensch auf die Idee, das äußere Abbild seiner seelischen Zustände zu manipulieren, indem er zur Kosmetik greift.

Doch wenn die Haut äußeres Abbild des Inneren ist, dann ist jeder Versuch, dieses Abbild künstlich zu verändern ein Akt der Unehrlichkeit. Nach außen, aber auch zu sich selbst.

Man täuscht Außen etwas vor, was Innen gar nicht vorhanden ist. Das nennt man auch den Untershcied zwischen Schein & Sein. Jede Kosmetik bleibt Kosmetik, wenn wir die Arbeit nicht nach innen verlagern, auf die Ebene des Bewusstseins.

Symbolik der Schuppenflechte

Die natürliche Hornbildung ist bei der Schuppenflechte maßlos übersteigert. Sie erinnert zwangsläufig an einen Panzer. Hierbei wird die natürliche Schutzfunktion der Haut zur Einpanzerung umfunktioniert.

Man grenzt sich in jeder Hinsicht ab. Man will nichts mehr Hinein- und nichts mehr Herauslassen. Der Mensch ist in den Verteidigungsmodus gewechselt, doch hinter jeder Verteidigung steckt die Angst des verletzt-werdens.

Es ist wie im Tierreich. Man nehme einem Schalentier die Schale weg und man findet ein schutzlosen, weiches, verletzbares Etwas.

Doch der Versuch die Verwundbarkeit der Seele durch einen Panzer zu schützen, besitzt eine gewisse Tragig. Zwar schützt ein Panzer gegen Verwundung und Verletzung, aber er „schützt“ gleichzeitig gegen Liebe und Zuwendung.

Liebe hieße sich öffnen. Doch das würde die Verteidigung in Frage stellen. Und somit gilt der alte Leitspruch, der auch ein Leidspruch sein könnte: Jeder Schutzwall ist gleichzeitig auch ein Gefängnis.

So schließt der Panzer die Seele ab

.. von allem Lebendigen, der Panzer macht eng und Angst beginnt noch mehr zu wachsen.

Es wird immer schwieriger diesen Teufelskreis zu durchbrechen, doch irgendwann muss der Mensch, so paradox es erscheinen mag, sich verletzen lassen (also die Seele), um zu heilen (im Bewusstsein und im Körper).

Der Mensch wird dann erfahren, dass er an der Verwundung der Seele noch lange nicht zu Grund geht.

Man muss wieder VER-WUND-BAR werden, um das WUND-ER-BARE erleben zu können.

Dieser Schritt geschiet meist unter äußerem Druck, den entweder Schicksal oder die Psychotherapie zu Stande bringt. Psychotherapie kann auch mit sich selbst, für sich selbst geschehen. Doch eine neutrale, außenstehende Person kann starke Impulse geben, in welchen Bereich seiner Seele der Betroffene blicken sollte.

Die Schuppenflechte zeigt die Seelenbilder ganz deutlich

Und auch wie sich die zu Beginn genannten Pole Abgrenzung und Kontakt, die wir auch als Sehnsucht und Nähe bezeichnen können, in der Schuppenflechte zeigen. Denn obwohl sie panzert, ist sie an manchen Stellen offen und wund. Wundheit und Hornpanzer stellen den Konflikt zwischen Nähe und Sehnsucht da, in dem sich der Betroffene befindet. Die Schuppenflechte beginnt häufig an den Ellenbogen. Mit ihnen setzen wir uns durch und auf ihnen stützen wir uns ab. Da der Betroffene sich das Abstützen nicht traut, lebt er den Pol des Durchsetzen-müssens im Extremen aus. Die Isolation und Abgrenzung findet in der Schuppenflechte ihr Extrem. Durch die körperlichen Wunden zwingt sie uns sehr, uns auf der körperlichen Eebene verletzlich zu zeigen.

Sie zeigt uns, welchen Schritt unsere Seele gehen soll: Sich offen und verwundbar zeigen. Nur so kann auch die Liebe zu uns fließen.

Was mir geholfen hat

war Meditation und Reiki. Das ist nicht gerade wissenschaftlich erprobt und oft wird Sonnenlicht empfohlen, was auch deutliche Verbesserungen mit sich bringt. Doch noch heilsamer als Sonnenlicht, war das ich wieder Licht in mein Herz hineinlasse.

Zu dem Zeitpunkt, als sich meine Schuppenflechte entwickelte, habe ich mich häufig mit meiner damaligen Freundin gestritten. Es war eine schwierige Zeit für uns beide. Ich war etwa 18 – 19 Jahre alt und hätte mich verletzlich zeigen müssen, um in der Beziehung eine Veränderung zu ermöglichen. Doch so weit war ich noch nicht, weil ich Angst vor der Verletzung hatte. Das wurde mir aber weder durchs Sonnenbaden noch durch das Eincremen der Schuppenflechte klar.

Erst durch Eigenbehandlung mit Reiki und Meditation konnte ich in die Tiefen meines Bewusstsein vordringen, die mir zeigten, dass ich mich aus Angst vor dem Verletztwerden emotional verschlossen habe.

Was ich dir empfehlen kann

Konkret sah mein Heilungsweg so aus, dass ich die Gefühle, also die Emotionen spüren musste, vor denen ich mich abgekapselt habe. Anstatt mich vor den Gefühlen zu verstecken, habe ich mich Schritt für Schritt geöffnet und den Emotionen angenähert. Und das funktionierte, obwohl die Beziehung schon „vorbei“ war. Ich saß also auf der Couch, habe ganz bewusst den Herzschmerz gefühlt, geweint und mich den Gefühlen hingegeben.

Was das bewusste Hingeben an die Emotionen vom Wegschieben und Abkapseln unterscheidet ist folgendes:

Ich sage mir zuerst, dass ich es nicht bin, der Traurig ist, sondern dass ich ein Gefühl von Traurigkeit wahrnehme und erlebe. Die Trauer ist nicht meine Identität sondern ein Objekt, das ich erlebe.

Zweitens sage ich mir, dass es absolut OKAY ist, Trauer und Schmerz als Gefühle zu erleben. Denn ganz nach Eckhart Tolle dürfen wir uns alle die Frage stellen: Was passiert mit der Traurigkeit, wenn wir uns erlauben traurig zu sein? Es ist wie mit der Prinzessin und dem Frosch: Sobald die Prinzessin sich überwindet und den Frosch küsst, wird aus ihm ein Prinz. Und so verhält es sich auch mit der Traurigkeit, wenn wir unsere negativen Gefühle nicht mehr als negativ sehen, sondern unbewertet annehmen wie sie sind, dann entsteht Raum zwischen mir und dem Gefühl. Wir werden frei von ihnen.

Mein Tipp: Fühle die Angst vor dem Verletzt-werden, doch versuche sie nicht als „die böse Angst“ zu sehen. Sondern als ein Gefühl, das du wahrnimmst, eine Pforte, durch die du gehst. Es kann sein, dass es dich befreit, von deinem inneren Panzer und somit auch von deinem Äußeren.

Louise L. Hay hat noch einen weiteren Tipp

Sie sagt, dass jedem körperlichen Symptom eine mentale, meist unbewusste Ursache zu Grunde liegt. Bei der Schuppenflechte sagt sie:

„Angst, verletzt zu werden. Abtöten des Selbstempfindens. Weigert sich die Verantwortung für die eigenen Empfindungen zu übernehmen.“

Sie sagt auch, dass ein neuer Glaubenssatz Heilung schenken kann. Er lautet:

„Ich bin offen für die Freuden des Lebens. Ich verdiene und akzeptiere das Allerbeste im Leben. Ich liebe und akzeptiere mich.“

Wie sehr du mit diesem Satz resonierst bemerkst du, bei dem Gefühl wenn du ihn liest und, bezogen auf deine Gefühlswelt, aussprichst. Du kannst ihn täglich mehrmals wiederholen, ihn die aufschreiben und ihn als Mantra mit in die Meditation nehmen. Also immer wieder im Geiste für dich wiederholen, bis dieser Satz ein wirklicher Glaubenssatz geworden ist. Bis der Satz zu einem gelebten Gefühl geworden ist.

Wenn du Untertsützung auf deinem Weg zu Öffnung brauchst

kannst du gern mit mir Kontakt aufnehmen. Ich freue mich auf dein Feedback und wünsche dir größte Erkenntnisse und weite Schritte auf deinem Weg der Heilung.

In Liebe,

Marian

Quellen:

Lousie L Hay: Heile deinen Körper – Seelisch-geistige Gründe für körperliche Krankheit

Thorwald Dethleffsen und Rüdiger Dahlke: Krankheit als Weg – Deutung und Be-Deutung der Krankheitsbilder

Die eigene Erfahrung mit mir selbst und mit Klienten.

Bilder:

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