Pferde Reiki

Gestern durfte ich an dieser Pferde-Lady meine Hände auflegen und die Energie fließen lassen. Ihr Name lautete tatsächlich Lady. Lady-Butterfly. Ich besuchte den Stall im östereichischen Vorarlberg, wo mich 3 Damen erwarteten. Die jüngste von Ihnen, ca. Mitte 20, war die Besitzerin.

Das Pferd hat einen Oberschenkelbruch erlitten und ist nun in der Regenerationsphase. Es steht seit 6 Wochen im Stall. Das Ziel für sie ist es bald wieder die ersten Schritte auf die Koppel zu machen. Doch die Heilungsphase wird stark beeinträchtigt, dadurch dass sie nur im Stehen schlafen kann. Wir haben uns angenähert, uns aufeinander eingelassen und ich konnte ihre energetischen Blockaden deutlich spüren. Aber auch ihr Vertrauen und ihre Güte.

Trotz all der Schmerzen die sie haben muss, und dem Leben auf engsten Raum in dem kleinen Stall, wirkt sie weder verzweifelt, noch „giftig“ gegenüber Menschen und zeigt keine Verbissenheit. Stattdessen freut sie sich so sehr über jeden der ihr Aufmerksamkeit schenkt und bei ihr ist. Das ist für mich ein Zeichen von tiefem Vertrauen darin, dass alles so kommt, wie es kommen soll. Dazu ist wirklich nur eine starke Frau fähig. Uns Männer lässt ja manche Erkältung schon zarghaft an der Schwelle zum Jenseits klopfen.

Bei der Behandlung bin ich zuerst an den Hauptchakren entlanggewandert, die sich beim Pferd, wie auch beim Menschen, entlang der Wirbelsäule befinden. Im Nackenbereich von Lady konnte ich eine kuriose Schwingung wahrnehmen. Als ich die Reiki-Energie zu dieser Stelle fließen ließ reagierte Lady mit Schnaufen und Hin- und Herwenden ihres Kopfes. Nach ungefähr einer Minute beruhigte sie sich. Ich fragte, ob es an dieser Stelle schon mal eine Verletzung gab. Die junge Besitzerin verriet mir, dass Lady im Schulter- und Nackenbereich vor ca. 7 Jahren einen Bruch erlitten hatte, weil sie von einem anderen Pferd getreten wurde.

Hauptchakren des Pferdes (Quelle: Pinterest)

Ich verweilte noch ein paar Minuten im Halsbereich und versorgte dann intuitiv alle Energiezentren entlang der Wirbelsäule. Lady und ich schienen uns mehr und mehr aufeinander einzulassen. Das zeigte sich auch deutlich in Lady’s zunehmender Ruhe. Zu Beginn war sie recht hektisch und wendete ihren großen Kopf immer nach hinten zu Ihrem Becken, wo ich stand. Die Damen sagten mir, dass sonst nur der Tierarzt so an sie heranging. „Und wenn der Tierarzt kommt, dann tut es weh.“, wurde wohl die letzten 6 Wochen in Lady einprogrammiert. Deshalb wohl die hektischen Kopfbewegungen.

Ich ging dann auch an ihr verletztes Bein und ließ die Energie fließen. Die Schwingung fühlte sich sehr „zerrissen“ an. Ich kann es noch nicht anders beschreiben. Und dort herrschte großer Bedarf. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass Lady die Energie gut aufnehmen konnte. Sichtlich erschöpft beendeten wir die Sitzung nach 2 Stunden im Stall zwischen Heu und kühler Luft. Wir verabschiedeten uns und da ich weiterreisen musste, bat ich die Besitzerin, mich über den Heilungsprozess von Lady zu informieren. Und schon am nächsten Tag bekam ich eine Nachricht.

Ich wurde informiert, dass Lady, die seit 6 Wochen nur im Stehen schlafen konnte, sich nach der gestrigen Behandlung zum ersten zum schlafen wieder hingelegt haben muss. Und sie ist auch wieder von allein hochgekommen. Ich bin mir sicher, dass die Behandlung ihren Heilungsprozess unterstützen konnte, was mich sehr freut.

Dennoch habe ich eine wichtige Sache lernen dürfen. Und zwar haben mir die Damen gesagt, dass Lady sehr akribisch anzeigte, was sie will und was nicht. Zum Beispiel, dass sie nicht, und auch nicht mit fremder Hilfe, schon Schritte aus dem Stall hinauf zur Koppel machen möchte. Sie war auch nicht verärgert darüber, dass ihr Heilungsprozess so „langsam“ voranschritt. Aber gibt es denn ein Langsam? Ich bin mir sicher, dass Tiere, im Gegensatz zum Menschen, sehr gut in der Lage sind zu zeigen was sie möchten, was sie brauchen und was nicht. Ihr Instinkt ist erhalten. Bei uns Menschen ist die Intuition, die innere Stimme, was bei Tieren der Instinkt ist, oft vernebelt durch Verstandesaktivitäten. Doch der Verstand ist nur in der Lage durch den Vergleich mit bereits Erlebtem eine logisch-rationale Entscheidung zu treffen. Die Intuition kann im Krankheitsfall auch als der innere Arzt bezeichnet werden, wie ihn schon Paracelsus bezeichnete. Doch der innere Arzt kann auch überdeckt sein von Verstandesaktivitäten. So kann es sein, dass der innere Ruf nach Ruhe, nach Hingabe, nach „es ist genug“ von „jetzt lasse ich meine Wunden verbinden und dann geht es schon weiter“ überdeckt wird.

Der Arzt verbindet deine Wunden. Dein innerer Arzt aber wird dich gesunden. Bitte ihn darum, sooft du kannst .

Paracelsus
Verschneites Häuschen auf dem verschneiten Hügel am Bödele (Berg, einige Kilometer vom Stall entfernt).

Ich bin mir sicher, Lady kann sehr gut einschätzen, wie viel Ruhe und was ihr ansonsten noch gut tut, bevor sie wieder die ersten Schritte auf die Koppel macht. Davon können wir Menschen uns sicher eine Scheibe abschneiden, denn einen besseren Ratgeber als den tief in uns, gibt es nicht.
Ich bin sehr dankbar für dies Pferde-Erfahrung und bin gespannt, wie es bei Lady weitergeht!


Alles Liebe,

Dein Marian